Paragrafenzeichen als Skulpturen, sinnbildlich für die gesetzliche Pflicht zur Nutzung erneuerbarer Energien im Neubau.

Erneuerbare Energien: Pflichten im Neubau und Lösungen

Die Versorgung von Neubauten in Deutschland wird immer umweltfreundlicher – unter anderem, weil Bauherren dazu verpflichtet sind, erneuerbare Energien einzubinden. Dabei stehen Ihnen heute einige Möglichkeiten zur Verfügung. Wir stellen Ihnen die wichtigsten vor und verraten Ihnen, warum gerade biogenes Flüssiggas eine besonders clevere Option ist.

Die Pflicht im Überblick

Bereits mit Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) 2018 wurden Bauherren in Deutschland erstmals dazu verpflichtet, für die Versorgung ihrer Neubauten erneuerbare Energien vorzusehen. Seit November 2020 ist diese Pflicht im Gebäudeenergiegesetz (GEG) festgeschrieben. Im GEG werden nicht nur diejenigen erneuerbaren Energien und Technologien definiert, mit denen sich die Pflicht erfüllen lässt, sondern diesen auch Primärenergiefaktoren (PEF) zugeordnet. Je niedriger der PEF des eingesetzten Energieträgers, desto eher erreicht der Bauherr die KfW-Effizienzhausstandards.

 

Die wichtigsten Optionen zur Erfüllung

Solarthermie

Vielen Hausbesitzern fällt beim Stichwort „erneuerbare Energie“ als erstes Sonnenenergie ein. So weit verbreitet deren Nutzung auch ist: Das Gebäude muss für die Installation der nötigen Technik einige Voraussetzungen erfüllen. So sollte die Dachfläche idealerweise nach Süden ausgerichtet und um 45 geneigt sein. Zudem muss sie ausreichend Platz für die Solarzellen bieten.

Weil die Energieausbeute auch bei besten Bedingungen witterungsabhängig ist, empfiehlt sich die Ergänzung um einen Energieträger, der in sonnenarmen Zeiten eine unterbrechungsfreie Energieversorgung sicherstellt. Eine gute Option ist Flüssiggas, das netzunabhängig geliefert wird und sich durch eine hohe Versorgungssicherheit auszeichnet.

 

Wärmepumpe

Diese Technologie nutzt Umweltwärme und ist derzeit äußerst beliebt. Wer für den Antrieb des Motors keinen Strom verbrauchen will, kann auf ein gasbetriebenes Modell setzen – zum Beispiel eine Gaswärmepumpe mit Flüssiggas. Damit ist bei ausreichender Umweltwärme sogar effizienteres Heizen möglich als bei elektrisch betriebenen Wärmepumpen.

Auch hier sollte zunächst geprüft werden, ob die Gegebenheiten im Gebäude dem effektiven Einsatz einer Wärmepumpe entgegenkommen – darunter der Einsatz von Fußbodenheizungen sowie eine gute Wärmedämmung, denn Wärmepumpen arbeiten in der Regel mit geringeren Vorlauftemperaturen als andere Heiztechnologien.

 

Blockheizkraftwerk (BHKW)

BHKW produzieren gleichzeitig Wärme und Strom, deshalb kommen sie für Nutzer mit hohen Bedarfen infrage. Im privaten Bereich eignen sich beispielsweise für Häuser mit sehr großer Wohnfläche und einem E-Auto, das dort regelmäßig geladen wird; im Gewerbe sind es vor allem Hotels, Pflegeheime, Krankenhäuser und handwerkliche Betriebe, die über Blockheizkraftwerke versorgt werden.

Einige BHKW-Modelle können auch mit Flüssiggas betrieben werden (Flüssiggas-BHKW). Das lohnt sich vor allem dann, wenn das Gebäude nicht an das öffentliche Erdgasnetz angeschlossen ist – für eine autarke Energieversorgung.

 

Warum (biogenes) Flüssiggas als Energieträger?

Flüssiggas ist netzunabhängig, bewährt und im Vergleich zu anderen fossilen Energieträgern emissionsarm. Außerdem gibt es Bio-Flüssiggas, das nach dem GEG zur Erfüllung der Pflicht zur Nutzung von erneuerbaren Energien anerkannt ist und über einen besonders niedrigen PEF verfügt: 0,7 bei Verwendung von 100 % biogenem Flüssiggas in einer Brennwertheizung und 0,5 beim Einsatz im BHKW.

Mit Bio-Flüssiggas lassen sich auch sehr gut weitere Techniken zur Nutzung erneuerbarer Energien kombinieren. Allerdings ist das kein Muss: Um die gesetzliche Pflicht im Neubau zu erfüllen, reicht die Nutzung von Bio-Flüssiggas in einer Brennwerttherme oder einem BHKW völlig aus – ganz ohne Investition in zusätzliche Technik.

 

Neben der Entscheidung für eine moderne Heiztechnologie und eine energieeffiziente Gebäudetechnik, zu der auch eine gute Wärmedämmung gehört, ist auch die Wahl eines GEG-konformen Energieträgers wie Bio-Flüssiggas eine gute Option, die Pflicht zur Nutzung erneuerbarer Energien im Neubau zu erfüllen. Grundsätzlich sollten Bauherren die ideale GEG-konforme Heizung für ihr Gebäude nach dem Einsatzzweck wählen; bei einem hohen Warmwasser- und Heizwärmebedarf beispielweise kann sich ein BHKW mit Stromproduktion lohnen.

Biogenes Flüssiggas ist für viele Heiztechnologien eine ausgezeichnete Wahl: umweltfreundlich, ganz nach Bedarf geliefert und ebenso wie konventionelles Flüssiggas vielseitig anwendbar. Wenn Sie biogenes oder konventionelles Flüssiggas nutzen wollen, melden Sie sich gern bei uns: per E-Mail an info@fluessiggas.de oder telefonisch unter 02151 – 917 3029.

 

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