Grafische Darstellung eines Flüssiggastanks, der oberirdisch auf einer Wiese aufgestellt ist.

Flüssiggastank: Größen, Kosten und viele weitere Infos

Der Flüssiggastank ist ein Vorratsbehälter für Flüssiggas, der direkt auf dem Grundstück des Kunden installiert wird. Erfahren Sie nachfolgend mehr über den Behälter, den richtigen Umgang damit sowie die Preise für den Kauf und die regelmäßigen Flüssiggastank-Prüfungen.

Flüssiggastank mieten oder kaufen

Ein Behälter muss nicht gekauft werden. Die Miete spart Anschaffungskosten und ist oft mit zusätzlichen Services durch den Anbieter verbunden. Treffen Sie Ihre Entscheidung mit uns!

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Flüssiggastank-Größen

Für jeden Bedarf gibt es die ideale Behältergröße. Auch die Abmessungen von Fundament oder Grube sind wichtig für die richtige Platzierung des Flüssiggastanks. Wir zeigen sie Ihnen.

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Flüssiggastank unterirdisch installieren

Die unsichtbare Behälterplatzierung ist beliebt – aber es gibt noch weitere Optionen, einen Flüssiggastank zu installieren. Erfahren Sie außerdem mehr über die notwendigen Schutzzonen.

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Flüssiggastank-Prüfung

Regelmäßige Wartungen gewährleisten maximale Sicherheit – und sind gesetzlich vorgeschrieben. Wie oft und welche Prüfungen notwendig sind, sowie die Frage nach dem Preis beantworten wir Ihnen auf dieser Seite.

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So sieht ein Flüssiggastank aus

Wie sieht ein Flüssiggastank aus?

Ein Flüssiggasbehälter ist zylinderförmig und verfügt über Armaturen, die – je nach Art der Platzierung (siehe „Wo darf ein Flüssiggastank stehen?“) – durch einen sogenannten Domdeckel bzw. Domschachtdeckel gegen Witterungseinflüsse und vor unbefugten Zugriffen geschützt ist.

 

Welche Farbe hat ein Flüssiggastank?

Ein Flüssiggasbehälter kann in unterschiedlichen Farben lackiert sein. Die gängigsten Farben für fest installierte Tanks sind Grün, Weiß und Blau.

Größen, Kapazitäten und Standort

Wie groß muss mein Flüssiggastank sein?

Lesen Sie unsere Antwort mit technischen Daten auf unserer Seite „Flüssiggastank-Größe“.

 

Wie weit komme ich mit einer Gasfüllung?

Wie viel Liter Flüssiggas ein Haushalt oder Betrieb benötigt, hängt vom Verbrauch durch die Nutzer bzw. der mit Flüssiggas versorgten Anlagen ab. Dazu ein Beispiel: Ein Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche und 4 Bewohnern, die mit Flüssiggas heizen und Warmwasser erzeugen, braucht etwa 20.000 Kilowattstunden im Jahr, das heißt rund 2.900 Liter des Energieträgers. An diesem Verbrauch orientiert, reicht die Füllmenge von 2.300 Litern eines 1,2-Tonnen-Flüssiggasbehälters für rund 9 Monate aus.

 

Wie wird ein Flüssiggastank befüllt?

Ganz nach Bedarf durch einen Tankwagen – ob der Tank unterirdisch oder oberirdisch platziert ist (siehe unten), spielt dabei keine Rolle. Das unterscheidet die Versorgung mit Flüssiggas grundlegend von der mit Erdgas, das über eine unterirdische Leitung zum Kunden gelangt. Flüssiggas ist netzunabhängig und kann somit auch zu Kunden an Orten gelangen, die nicht an das öffentliche Erdgasnetz angeschlossen sind.

 

Wo darf ein Flüssiggastank stehen?

Dazu gibt es mehrere Varianten:

  • Oberirdischer Flüssiggastank
  • Unterirdischer Flüssiggastank (Erdtank)
  • Halboberirdischer Flüssiggastank
  • Flüssiggastank im geschlossenen Raum

 

Das unterscheidet die Platzierung eines Flüssiggasbehälters von der eines Öltanks, der in der Regel im Keller eines Gebäudes steht. Ausführlicher beantworten wir Ihnen diese Frage – mit Fokus auf dem unterirdischen Tank einschließlich Grube sowie oberirdische Tanks, z. B. im Garten – auf unserer Seite „Flüssiggastank unterirdisch oder oberirdisch“.

 

Wie wird ein Flüssiggastank aufgestellt?

Die Installation eines Flüssiggasbehälters erfolgt idealerweise in klar definierten Schritten, die – je nach Wahl der Platzierung – variieren können. Im Folgenden ein Beispiel:

 

Flüssiggastank-Installation: Vorbereitung

Schaubild: Ablauf der Vorbereitungsphase einer Flüssiggastank-Installation

  1. 1. Planung der Flüssiggasanlage
  2. 2. Ermittlung des Standorts
  3. 3a. Entscheidung für erdgedeckten Behälter
  4. 4a. Ausheben einer Grube
  5. 3b. Entscheidung für oberirdischen Behälter
  6. 4b. Vorbereitung des Untergrunds für eine Bodenplatte
  7. 5. Ausheben eines Rohrleitungsgrabens
  8. 6. Abstimmung des Termins für die Behälterlieferung

 

 

Flüssiggastank-Installation: Installation und Inbetriebnahme

Schaubild: Ablauf der Installation und Inbetriebnahme einer Flüssiggasanlage

  1. Lieferung des Flüssiggasbehälters
  2. Installation der Rohrleitungen
  3. Installation der Hauseinführung
  4. Anbringung der Heizungsanlage
  5. Dokumentation der korrekten Aufstellung und Installation
  6. Prüfung aller Bescheinigungen zur Qualitätskontrolle, Abnahme Anlage
  7. Erste Flüssiggaslieferung
  8. Inbetriebnahme der Versorgungsanlage
  9. Einweisung in die Versorgungsanlage
  10. Einweisung in die Heizung

 

Aufbau und Sicherheit

Wie sehe ich, wie viel im Flüssiggastank drin ist?

Wie viel Flüssiggas ein Flüssiggastank beinhaltet, kann auf verschiedene Weise angezeigt werden:

Klassischer Inhaltsanzeiger

Über einen analogen Inhaltsanzeiger sehen Flüssiggaskunden, zu wie viel Prozent ihr Behälter mit Flüssiggas gefüllt ist. Dieser befindet sich – zusammen mit den übrigen Armaturen – unter der Armaturenhaube (beim oberirdischen Tank) bzw. dem sogenannten Domschachtdeckel (bei der erdgedeckten Platzierung).

Digitaler Inhaltsanzeiger

Einige Flüssiggasanbieter bieten ihren Kunden einen digitalen Füllstandsanzeiger. Dadurch kann der Kunde nicht nur den Füllstand zum Beispiel per App ablesen, sondern auch bei Bedarf automatisch an die nächste Lieferung erinnert werden.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen die Armaturen eines Tanks mit einem klassischen Inhaltsanzeiger:

Die Armaturen eines Flüssiggas-Tanks mit Inhaltsanzeiger, Sicherheitsventil, Füllventil, Flüssigentnahmeventil und Gasentnahmeventil mit Überfüllsicherung.

Armaturen eines Flüssiggastanks

1 | Inhaltsanzeiger

Er zeigt den Füllstand in Prozent an. Ein Flüssiggasbehälter wird nur zu 85 % befüllt, der verbleibende Puffer reguliert temperaturbedingte Druckschwankungen. Ein optionaler kleiner Spiegel erleichtert bei oberirdischen Behältern das Ablesen.

2 | Sicherheitsventil

Dieses Ventil schützt den Behälter vor Überdruck. Es öffnet sich automatisch bei 15,6 bar – und schließt sich wieder, sobald der Druck unter diesen Wert fällt.

3 | Füllventil

Das Füllventil ist die Anschlussarmatur für den Füllschlauch des Tankwagens.

4 | Flüssigentnahmeventil

Das Flüssigentnahmeventil dient zur Behälterentleerung oder für besondere Anwendungen in Gewerbe- und Industrieanlagen. Es ist mit einem Blindstopfen versehen. Als Sicherung gegen unbeabsichtigtes Öffnen ist das Handrad grundsätzlich abgeschraubt (hängt am Ventil).

5 | Gasentnahmeventil mit Überfüllsicherung

Das Gasentnahmeventil verfügt über ein Handrad, eine Überfüllsicherung, ein Manometer mit einer Skala von 0 bis 25 bar, einen Prüfanschluss mit Verschlusskappe und einen Polanschluss mit Linksgewinde, an dem die Montage des Druckreglers erfolgt.

Wie sicher sind Flüssiggastanks?

Die Sicherheit von Flüssiggasbehältern wird durch verschiedene gesetzliche Vorgaben und daraus resultierenden Maßnahmen gewährleistet – selbst in Hochwassergebieten. So sind in den Technischen Regeln Flüssiggas (TRF), dem umfassendsten Regelwerk der Branche, das unter anderem die Vorschriften aus der Bundesimmissionsschutzverordnung für genehmigungsbedürftige Anlagen, der Gefahrstoffverordnung und den Unfallverhütungsvorschriften beinhaltet, alle relevanten Richtlinien festgehalten. Die TRF beschreiben den korrekten Umgang mit dem Energieträger, die Installation sowie die Wartung der entsprechenden kompatiblen Anlagen, und beinhalten Antworten auf Fragen wie:

 

 

Diese Vorgaben sind nötig, weil bei einem Austritt von Flüssiggas aus dem Behälter explosionsfähige Gemische entstehen können. Um dies – über die robuste Konstruktion des Flüssiggasbehälters hinaus – zu vermeiden, erhält der Nutzer vor Inbetriebnahme des Tanks eine detaillierte Einweisung in die Flüssiggasanlage. Regelmäßige Wartungen durch Profis (siehe Seite „Flüssiggastank-Prüfung“) und gegebenenfalls die Instandhaltung des Behälters sorgen für einen permanent sicheren Betrieb. Außerdem stellen viele Flüssiggasversorger einen technischen Notdienst bereit, der oft rund um die Uhr erreichbar ist.

 

Im Folgenden einige Hinweise zum Flüssiggasbehälter im Detail:

 

Symbol für Information.

Der Schutz vor dem Zugriff Unbefugter ist im Allgemeinen durch die abschließbare Armaturenhaube oder den Domschachtdeckel gegeben. Bei öffentlich zugänglichen Anlagen ist eine zusätzliche Umzäunung sinnvoll. Gegen mechanische Beschädigungen sind erdgedeckte Behälter automatisch durch das Erdreich geschützt; bei oberirdischen und halboberirdischen Behältern ist ein Anfahrschutz erforderlich, wenn die Möglichkeit des Anfahrens gegeben ist.

 

Symbol für Gefahr.

  • Flüssiggas-Behälter müssen vor Brandlasten geschützt werden. Ein Gebäude mit Außenwänden aus nicht brennbaren Baustoffen in der Nähe des oberirdischen (oder halboberirdischen) Behälters stellt keine direkte Brandlast dar. Hat die Gebäudewand Öffnungen (Fenster), aus denen im Brandfall Wärme auf den Behälter abstrahlen könnte, ist entweder ein Schutzabstand von 3 m einzuhalten oder es müssen zusätzliche Schutzmaßnahmen vorgesehen werden (Strahlungsschutzblech, Schutzwand oder Nichtbelegung bestimmter Flächen mit Fenstern).

Warnzeichen "Warnung vor Explosionsfähiger Atmosphäre" Warnzeichen "Warnung vor feuergefährlichen Stoffen" Verbotszeichen "Zutritt für Unbefugte verboten" Verbotszeichen "Keine offene Flamme, Feuer, offene Zündquelle und Rauchen verboten"

 

 

 

 

 

  • Räume und Bereiche mit Behältern zur Lagerung von Flüssiggas sind mit den folgenden Zeichen deutlich und dauerhaft zu kennzeichnen:
  • Es dürfen keine Änderungen an der Anlage oder im Umfeld des Behälters eigenmächtig vorgenommen werden. Bei Änderungswünschen ist Kontakt zum Flüssiggasversorger bzw. Händler des Tanks aufzunehmen.
  • Bei Gasgeruch im Haus sind sofort die Hauptabsperreinrichtung an der Hauseinführung und – wenn möglich – das Gasentnahmeventil am Behälter zu schließen, Räume sind zu belüften und Zündquellen zu vermeiden. Bei Gasgeruch im Freien ist es ausreichend, das Gasentnahmeventil am Behälter zu schließen (siehe „Wie sehe ich, was im Flüssiggastank drin ist?“).

Benutzung und Wartung

Wie leer darf man einen Flüssiggastank machen?

Der Tank sollte immer mindestens zu 20 Prozent gefüllt sein. Das hat vor allem technische Gründe: Ist ein Flüssiggasbehälter zu leer und wird dann neues Flüssiggas eingefüllt, kann der plötzliche hohe Druckwechsel zur Auslösung des Sicherheitsventils führen, das dann von einem Fachmann entriegelt werden muss. Zudem sollte die Lieferzeit vom neuen Flüssiggas mit eingerechnet werden, die im Normalfall einige Werktage beträgt.

Wie oft muss ein Gastank überprüft werden?
Wer darf Flüssiggasanlagen prüfen?

Die Antworten auf diese beiden Fragen und mehr zur inneren Prüfung und äußeren Prüfung lesen Sie auf unserer Seite „Flüssiggastank-Prüfung“. Dort erfahren Sie auch, wann ein Gastank ausgetauscht werden sollte.

Kauf und Kosten

Wo kann man einen Flüssiggastank kaufen?

Die wichtigere Frage vorab lautet erst einmal: Flüssiggastank mieten oder kaufen? So muss der Kunde bei einem eigenen Tank die Investition für die Anschaffung übernehmen; ebenso die Verantwortung für die regelmäßige Wartung, ordnungsgemäße Instandhaltung etc.

 

Soll es dennoch der Kauf eines eigenen Tanks sein, lohnt sich ein Online-Vergleich der verschiedenen Modelle. Wichtig vor der Kaufentscheidung ist die Ermittlung des voraussichtlichen Energiebedarfs des angeschlossenen Haushalts oder Betriebs, aus dem sich die ideale Tankgröße ergibt – und eventueller staatlicher Förderungen. Außerdem sollten die Behälter nur von Profis platziert, installiert und angeschlossen werden.

 

Was kostet ein neuer Flüssiggastank?
Was kostet ein gebrauchter Flüssiggastank?

Diese Fragen beantworten wir ausführlich auf unserer Seite „Flüssiggastank mieten oder kaufen“.

 

Was kostet eine Flüssiggastank-Prüfung?

Mehr über diesen Kostenpunkt erfahren Sie auf unserer Seite „Flüssiggastank-Prüfungen“.

 

Der Flüssiggastank ist Voraussetzung, um die Vorteile einer Gasversorgung auch ohne Anschluss ans öffentliche Erdgasnetz zu nutzen. Die Wahl der Tankgröße entscheidet, wie oft Flüssiggas geliefert werden muss; Standort und Verarbeitung des Behälters darüber, wie viele Wartungen – über die regelmäßigen Prüfungen hinaus (siehe Seite „Flüssiggastank Prüfung“) – notwendig sind für einen reibungslosen und sicheren Betrieb. Deshalb empfiehlt es sich, auf den Rat und die Erfahrung von Profis zurückzugreifen.

 

 

 

Haben Sie noch weitere Fragen zum Thema? Oder möchten Sie einen Tank für die Versorgung Ihres Zuhauses oder Betriebs installieren lassen? Dann melden Sie sich gern bei uns: per E-Mail an info@fluessiggas.de oder telefonisch unter 02151 – 742 985 60.

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