Pater Markus, Abtpräses Barnabas Bögle und Frater Franz von der Benediktinerabtei Rohr sowie Bayernwerk-Natur-Geschäftsführer Franco Gola mit einem Blockheizkraftwerk (BHKW).

Klimaschonende Energieversorgung für Kirche und Kloster mit Flüssiggas-BHKW

Die niederbayerische Benediktinerabtei Rohr zeichnet sich durch hohe Eigenständigkeit aus. Passend dazu profitiert es von einer netzunabhängigen Versorgung mit Energie – mithilfe von Flüssiggas und einem modernen Blockheizkraftwerk (BHKW). Das kommt nicht nur dem Klima zugute, sondern auch dem Haushalt der traditionellen Gemeinschaft. (Quelle Titelbild: Michael Bartels/Bayernwerk)

Elektrische Energie und Wärme selbst produzieren

Da das Kloster in seiner idyllischen Lage kein Erdgas beziehen kann, wurde es ursprünglich mit Holz beheizt. Darauf folgte Heizöl. Doch mit der Zeit sollte es eine dezentrale Lösung ersetzen, die das Klima schont. „Wir leben in einem der schönsten Länder dieser Erde und haben die Verpflichtung, dieses Land zu erhalten“, erklärt Abtpräses Barnabas Bögle. Deshalb entschied sich das Kloster für ein BHKW zur gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme, betrieben durch Flüssiggas.

Während das BHKW im ehemaligen Heizkeller des Klosters aufgestellt wurde, befindet sich der Flüssiggastank, in dem der Energieträger gelagert wird, unterirdisch unter dem Schulhof des benachbarten Johannes­-Nepomuk-­Gymnasiums (mehr zu den Platzierungsoptionen von Flüssigastanks erfahren Sie auf unserer Seite „Flüssiggastank unterirdisch installieren“). Vom erdgedeckten Behälter ist nur der Domschachtdeckel zu sehen. Zudem ist er voll überfahrbar, von Fahrzeugen mit einer Achslast von bis zu 12,5 Tonnen. Bei Bedarf wird der Behälter per Tankwagen befüllt.

Eigenständige Versorgung mit hoher Effizienz

Heute decken die Klosterbrüder 70 % ihres Eigenbedarfs an Strom völlig autark, das sind 260.000 Kilowattstunden pro Jahr.

 

Diagramm: Entwicklung des durchschnittlichen Strompreises in Deutschland von 2009 bis 2019.

 

Außerdem fallen jährlich 535.000 Kilowattstunden Wärmeenergie an, die zum Beheizen der zahlreichen Klosterräume in der Grundlast genutzt werden.

Der Betrieb der Anlage mit dem CO2-armen Energieträger Flüssiggas kommt der Umwelt besonders zugute: Damit spart das Kloster rund 75 Tonnen Kohlendioxid jährlich im Vergleich zu dem bisher genutzten Erdöl.

 

Grundsätzlich bieten BHKW gleich mehrere Vorteile: Sie sind hocheffizient und reduzieren die CO2-Emissionen gegenüber der getrennten Erzeugung von Strom und Wärme um bis zu 50 %. Wenn Flüssiggas verbrennt, entstehen zudem kaum Ruß oder Asche und so gut wie kein Feinstaub. Gleichzeitig Wärme und Strom zu erzeugen ist nicht nur besonders ressourcensparend: Nutzer von BHKW reduzieren außerdem ihre Energiekosten um bis zu 30 %.

 

BHKW eignen sich zur Versorgung von verschiedensten Gebäuden mit elektrischer Energie und Wärme, zum Beispiel Wohnhäusern, Betrieben und Werkstätten – und auch von Klöstern und Kirchen. Ihr Betrieb wird sogar auf mehreren Wegen gefördert und für überschüssig produzierten Strom, der in das Stromnetz eingespeist wird, kann es eine Vergütung geben. Mehr dazu erfahren Sie auf unserer Seite „BHKW-Förderung“.

 

Gerade im Betrieb mit Flüssiggas sind BHKW eine wirtschaftliche Lösung, die dem Klima zugutekommt; gerade an ländlichen Standorten, die nicht an das öffentliche Erdgasnetz angeschlossen sind. Möchten Sie mehr zu BHKW und Flüssiggas erfahren oder sind Sie an einer Versorgung wie der interessiert, von der das Kloster Rohr heute profitiert? Dann nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf: per E-Mail an info@fluessiggas.de oder telefonisch unter 02151 – 742 985 60.

 

(Quelle: Zeitschrift Flüssiggas (4 | 2020), https://www.fluessiggas-magazin.de/artikel/detail/mit-dem-segen-von-ganz-oben-vom-heizoel-zum-fluessiggas/ )

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