Montage eines Heizkessels mit Gas-Brennwerttechnik.

Gas-Brennwerttechnik: die effiziente Heizung im Überblick

Moderne Gas-Brennwerttechnik zeichnet sich durch äußerst hohe Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit aus. Inzwischen gibt es eine große Bandbreite an Brennwertthermen verschiedener Hersteller, passend zu unterschiedlichen Heizbedarfen; von Wohnungen bis zu Mehrfamilienhäusern. In Neubauten erfüllt die Kombination von Gas-Brennwerttechnik mit erneuerbaren Energien – seit 1. November 2020 auch mit biogenem Flüssiggas – sogar die entsprechende gesetzliche Nutzungspflicht ohne Nutzung weiterer erneuerbarer Energien und Investition in zusätzliche teure Technik.

Cleveres Prinzip für maximalen Wirkungsgrad

Grundsätzlich wandeln Heizkessel mit Brennwerttechnik die eingesetzte Energie (z. B. in Form von Energieträgern wie Gas, Öl oder Pellets) in Wärme um. Dabei entsteht Abgas, das Wasserdampf enthält. Durch Kondensation wird diesem Dampf Wärme entzogen, die dem Heizsystem wieder zugeführt wird. Auf diese Weise ist ein hoher Wirkungsgrad von bis zu 98 % möglich.

Damit sorgt Brennwerttechnik für niedrige Heizkosten und eine geringe Umweltbelastung –zwei Faktoren, die auch entscheidend von der Wahl des Energieträgers abhängen. Gerade der Einsatz von Gas führt zu einer geringen Freisetzung beispielsweise von Staub. Nachfolgend ein Vergleich der Emissionen zwischen verschiedenen Heizsystemen:

Diagramm: Staub-Emissionen verschiedener Heizsysteme (Pelletkessel, Pelletkaminofen, Hackschnitzelkessel, Scheitholzkessel, Scheitholzkaminofen, Luftwärmepumpe, Erdgaskessel, Heizölkessel und Fernwärme) im Vergleich.

Die Installation von Gas-Brennwerttechnik ist mit zwei baulichen Voraussetzungen verbunden:

  • Damit das kondensierte Wasser nicht in die Bausubstanz des Schornsteins einzieht, muss dieser über ein säurefestes Abgasrohr aus Edelstahl oder Kunststoff verfügen.
  • Zur Ableitung des Wassers, das nach der Wärmeerzeugung in den Kessel zurückläuft, ist ein Wasserabfluss nötig.

Bei Gas-Hybridheizungen wird neben dem Gas-Brennwertkessel zusätzliche Technik zur Nutzung erneuerbarer Energien verwendet. Kombinationen aus Gas-Brennwertgeräten und beispielsweise einer heizungsunterstützenden Solaranlagen oder einer Luftwärmepumpe nutzen dabei die Umweltenergie zur Wärmeerzeugung. Langfristig schonen solche Lösungen nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Im Rahmen der Modernisierung von Heizungen zu solchen Heizungssystemen fördert das BAFA Einzelmaßnahmen mit besonderen Zuschüssen. Siehe hierzu auch unseren Überblick BHKW-Förderungen 2021.

Flüssiggas: die netzunabhängige Alternative zu Erdgas

Wer keinen Anschluss das Erdgasnetz hat, muss nicht auf die effiziente Gas-Brennwerttechnik verzichten. Viele Hersteller bieten Modelle, die sich auch mit Flüssiggas nutzen lassen. Dieses wird bedarfsgerecht per Tankwagen zum Kunden geliefert und dort in einem Flüssiggastank gelagert.

Ein Flüssiggasversorger in Deutschland bietet besonders umweltbewussten Kunden außerdem biogenes Flüssiggas. Damit lässt sich inzwischen sogar die Nutzungspflicht zum Einsatz erneuerbarer Energien im Neubau erfüllen – eine Solaranlage ist dabei nicht nötig. Mehr dazu erfahren Sie auf unserer Seite „Gebäudeenergiegesetz in Kraft“.

Investition in Gas-Brennwerttechnik senken – mit Förderungen und Aktionen

Die Kosten für eine neue Gas-Brennwertheizung inklusive Montage und Materialien können bis zu 8.000 Euro betragen. Allerdings werden verschiedene Varianten bei der Modernisierung von Heizungsanlagen in Bestandsgebäuden gefördert. Im Folgenden die Optionen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) im Überblick:

Gas-Brennwert „Renewable ready“• 20 % Zuschuss auf die förderfähigen Nettokosten zur Errichtung einer effizienten Gas-Brennwertheizung inklusive der Vorbereitung auf die Integration von erneuerbaren Energien (BEG EM*)
• 5 % iSFP-Bonus – wenn die Sanierungsmaßnahme Bestandteil eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) ist.
Gas-Hybridheizung• 30 % Zuschuss auf die förderfähigen Nettokosten zur Errichtung einer effizienten Gas-Brennwertheizung, mit einer oder mehreren Technologie-Komponenten zur thermischen Nutzung erneuerbarer Energien kombiniert, z. B. Solar- oder Wärmepumpenanlage (BEG EM*)
• 10 % Austauschprämie beim Wechsel von Öl
• 5 % iSFP-Bonus – wenn die Sanierungsmaßnahme Bestandteil eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) ist

Um die jeweilige Förderung zu erhalten, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Zudem gibt es neben der staatlichen BEG auch Förderprogramme auf landes- und kommunaler Ebene. Einige Flüssiggasanbieter helfen Ihren Kunden, die optimale Förderung für ihre Heizungsmodernisierung zu ermitteln.

Über die Förderungen hinaus erleichtern bestimmte Hersteller selbst ihren Kunden die Investition in eine Gas-Brennwerttherme: In Kooperation mit ausgewählten Flüssiggasanbietern bieten sie Cashback-Aktionen zum Austausch von alten Heizungen. Ein zusätzlicher Bonus, der die Investition in ein Neugerät attraktiver macht und in die Wahl des Energieversorgers unbedingt einfließen sollte.

 

Gas-Brennwerttechnik ist beliebt und auch für Verbraucher verfügbar, die kein Erdgas beziehen. Die optimale Alternative dazu ist Flüssiggas, das direkt auf dem Grundstück des Nutzers in einem Behälter gelagert wird. Wer einen größeren Beitrag zur Energiewende leisten und die CO2-Emissionen noch weiter reduzieren möchte, kann von BioLPG profitieren – dem ersten biogenen Flüssiggasprodukt Deutschlands.

 

Haben Sie noch Fragen zu Gas-Brennwerttechnik, Flüssiggas oder BioLPG? Dann nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf: per E-Mail an info@fluessiggas.de oder telefonisch unter 02151 – 742 985 60.

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