Symbolbild für Alternative zur Wärmepumpe: Kupferrohre, Miniatur-Einfamilienhaus, Heizthermostat, Rohrzange auf Grundriss eines Wohngebäudes.

Alternative zur Wärmepumpe: die richtige Heizung finden

Steigende Energiekosten und bevorstehende Gesetzesänderungen haben momentan für einen Wandel auf dem Heizungsmarkt gesorgt. Als Lösung der aktuellen Heiz-Herausforderungen wird oft die beliebte Wärmepumpe vorgeschlagen, die aber nicht immer sinnvoll ist. Wir stellen Ihnen die Alternativen vor – darunter auch die bewährte Flüssiggasheizung.

Energiemarkt aktuell

2022 sind die Energiepreise in Europa drastisch angestiegen. Dazu plant die Politik, schon bald neue Maßnahmen in der Energielandschaft durchzusetzen: Seit Anfang des Jahres 2024 müssen Heizungen in immer mehr Fällen zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Als mögliche Option, diese Anforderung zu erfüllen, gilt unter anderem die Wärmepumpe. Einigen Nutzern bringt sie durchaus Vorteile – andere dagegen sind mit Alternativen zur Wärmepumpe besser beraten.

Falls Sie mehr über die unterschiedlichen Arten von Wärmepumpen erfahren möchten, besuchen Sie unsere Seite Gaswärmepumpe mit Flüssiggas.

 

Welche Voraussetzungen muss mein Gebäude für eine Wärmepumpe erfüllen?

Wenn eine Wärmepumpe effektiv genutzt werden soll, um ein Gebäude zu beheizen, müssen einige bauliche Bedingungen erfüllt werden. Andernfalls kann die Heizung übermäßig viel Strom verbrauchen und dadurch Klima und Geldbeutel belasten. Diese Voraussetzungen sind:

  • Eine sehr gute Wärmedämmung: Das Gebäude muss ideal gedämmt sein, damit möglichst wenig Heizwärme verloren geht. Eine moderne Wärmedämmung der Fassade und des Dachs sowie gut isolierte Fenster sind dabei wichtig.
  • Großflächige Heizkörper: Am besten geeignet für den Gebrauch einer Wärmepumpe sind Fußbodenheizungen oder große Wandheizungen, weil damit die grundsätzlich geringen Heizwassertemperaturen der Wärmepumpe besser genutzt werden können.

 

Wann arbeitet eine Wärmepumpe nicht effizient?

Wenn eine Wärmepumpe falsch ausgelegt und eingebaut wird, können durch die anschließende Fehlnutzung unnötige Kosten entstehen; denn viele Fehler führen dazu, dass das Gerät zusätzlichen Strom verbraucht. Einige mögliche Fehlerquellen sind:

  • Die Wärmequelle entspricht nicht dem Heizbedarf des Gebäudes, sondern ist zu klein ausgelegt.
  • Der tatsächliche Wärmebedarf fällt höher aus als bei der Planung angenommen.
  • Der alltägliche Warmwasserbedarf ist höher als vorher erwartet.
  • Die eingebauten Heizkörper sind zu klein, weswegen hohe Vorlauftemperaturen gebraucht werden.
  • Der Fachbetrieb hat die Heizung falsch eingestellt.
  • Ältere Geräte wie etwa eine alte Umwälzpumpe verbrauchen zu viel Strom.

Die wesentlichen Nachteile der Wärmepumpe zeigen wir Ihnen in unserem Video auf der Seite Wärmepumpe: Nachteile auf einen Blick.

 

Alternativen zur Wärmepumpe im Überblick

Die Wärmepumpe ist nur eine nachhaltige Heiztechnik von vielen; je nach den Gegebenheiten am Nutzungsort kann eine Alternative zur Wärmepumpe sinnvoller sein. Nachfolgend ein Überblick:

 

Solarthermie

Über Solarkollektoren wird die thermische Energie der Sonneneinstrahlung gesammelt und für die Heizung und Warmwasserbereitung genutzt. Grundvoraussetzungen sind eine ausreichend freie Fläche auf dem Dach des Gebäudes, in dem Solarthermie genutzt werden soll, und seine vorteilhafte Ausrichtung: Ideal sind 45 Grad Neigung und eine Ausrichtung nach Süden.

 

Vorteile

  • Nutzung kostenloser erneuerbarer Energie
  • Keine Emissionen
  • Weniger Stromverbrauch, wenn auch zur Warmwasserbereitung genutzt

Nachteile

  • Meiste Sonnenenergie im Sommer verfügbar, dann aber kein Heizbedarf
  • Für Winter oft zusätzliche Heizlösung nötig
  • Installation meist aufwendig

 

Holzheizung/Pelletheizung

Bei der Holzheizung bzw. Pelletheizung – auch als Festbrennstoffkessel bezeichnet – werden Holzscheite, Hackschnitzel oder Pellets als nachhaltige Energieträger genutzt. Zwar werden die CO2-Emissionen, welche durch die Verbrennung des Holzes freigesetzt werden, durch Bäume wieder gebunden, doch liegen die Feinstaub-Emissionen selbst bei einer modernen Holzheizung oder Pelletheizung fast so hoch wie bei Ölheizungen.

 

Vorteile

  • Nachwachsender Energieträger
  • Hoher Anteil aus heimischer Produktion
  • Vergleichsweise niedrige Brennstoffkosten

Nachteile

  • Platz für Lagerung des Holzes / der Pellets nötig
  • Hoher Wartungsaufwand
  • Hohe Feinstaubbelastung

 

Fernwärme/Nahwärme

Als Fernwärme bzw. Nahwärme wird Wärme bezeichnet, die zum Beispiel in einem Kraftwerk erzeugt wird und über Rohrleitungen zur Verbrauchsstelle geführt wird – eine Heizungsanlage ist bei dieser Lösung nicht nötig. Ob die Fernwärme bzw. Nahwärme klimafreundlich ist, hängt vom Energieträger ab, der zur Produktion eingesetzt wird, der Effizienz der Wärmeerzeugung und den Leitungsverlusten.

 

Vorteile

  • Kein(-e) Heizkessel/Heiztherme nötig
  • Geringe Umwandlungsverluste
  • Je nach Art der Wärmeerzeugung klimafreundlich

Nachteile

  • Bei langem Transportweg hoher Wärmeverlust
  • Meist kein Wettbewerb
  • Oft langfristige Bindung an Versorger

 

Infrarotheizung

Bei der Infrarotheizung ist weder Heizkessel noch Heiztherme nötig: Bei dieser Art der Elektroheizung wird Wärme durch Spannung erzeugt und über Heizplatten in die Räume gestrahlt. Werden Infrarotheizungen als alleinige Heizlösung für ein Gebäude genutzt, besteht eine 100%ige Abhängigkeit von der Strompreisentwicklung, die gerade im Jahr 2022 einen deutlichen Trend nach oben aufgewiesen hat:

 

Diagramm, das die Entwicklung des durchschnittlichen Strompreises in Deutschland von 2021 bis 2024 zeigt.

Durchschnittlicher Strompreis in Deutschland (in Cent/kWh) bei einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh.

 

Vorteile

  • Kein(-e) Heizkessel/Heiztherme nötig
  • Vergleichsweise niedrige Anschaffungskosten
  • Einfache Installation

Nachteile

  • Hoher Stromverbrauch
  • Geringere Effizienz in Altbauten
  • Nur bei Bezug von Ökostrom klimafreundlich

 

Für eine grobe Einschätzung der Kosten und CO2-Bilanz verschiedener Heizlösungen besuchen Sie unsere Seite Alternative zur Ölheizung: Heizungsarten, Kosten und mehr.

 

Darum Flüssiggas statt Wärmepumpe

Obwohl die Wärmepumpe vor allem im Neubau viele Vorteile mit sich bringt, ist sie nicht für jedes Gebäude die ideale Lösung. Bevor Eigentümer eine Entscheidung zur Heizungsart treffen, sollten sie die Vor- und Nachteile gründlich abwägen. Die Nutzung einer modernen Gas-Brennwertheizung zum Beispiel mit Flüssiggas hat als Alternative zur Wärmepumpe einige Stärken:

 

Einfache Umsetzung, keine langen Wartezeiten

Während allein die Wartezeit auf die Installation einer Wärmepumpe mehrere Monate betragen kann, ist eine Flüssiggasheizung bereits in kurzer Zeit eingebaut: Erfahrene Flüssiggasanbieter kümmern sich in nur 48 Stunden um die komplette Installation.

 

Die Kosten sind geringer, vor allem in Bestandsgebäuden

Die Kosten für die Anschaffung einer Wärmepumpe sind oftmals um einiges höher als die Kosten für eine Flüssiggasheizung. Zusätzlich zu dieser hohen Erstinvestition müssen die Kosten addiert werden, welche bei der eventuellen Sanierung des Gebäudes oder dem möglichen Austausch der Heizkörper anfallen. Je nach Art der Wärmepumpe kommen zusätzliche Kosten für die Erschließung der notwendigen Energiequelle hinzu (Beispiel: Erdarbeiten).

Zwar erhalten Verbraucher, die in eine Gas-Brennwertheizung investieren, keine staatliche Förderung wie bei der Wärmepumpe – allerdings ist die Investition in die Technik und Installation in den meisten Fällen günstiger als eine geförderte Wärmepumpe mit Umsetzung der nötigen Umfeldmaßnahmen.

 

Keine zusätzlichen Renovierungen nötig

Damit eine Flüssiggasheizung effektiv funktioniert, muss das Gebäude nicht komplett saniert sein. So fallen keine zusätzlichen Aufwände an, die bei möglichen Renovierungen entstehen könnten.

 

Bio-Flüssiggas: die grüne Flüssiggas-Option

Die gleichen Vorteile von konventionellem Flüssiggas, aber eine noch bessere Umweltbilanz als herkömmliches Flüssiggas bietet Bio-Flüssiggas. Der Energieträger ist nach Gebäudeenergiegesetz (GEG) zur Erfüllung der Pflicht zur Nutzung von erneuerbaren Energien anerkannt. Die Kombination mit zusätzlicher regenerativer Technik wie Photovoltaik ist dabei nicht nötig.

 

Wärmepumpe und Flüssiggas schließen sich nicht aus

Wer nicht komplett auf die Wärmepumpe verzichten möchte, aber trotzdem Flüssiggas statt beispielsweise Strom zum Heizen verwenden möchte, kann das tun – denn einige der Gaswärmepumpenmodelle können mit Flüssiggas betrieben werden. Besonders für eine netzunabhängige Versorgung ist die Nutzung des Energieträgers hier eine gute Wahl: Flüssiggas wird – im Gegensatz zu Erdgas, das einen Anschluss an das Erdgasnetz erfordert – bedarfsgerecht per Tankwagen zum Verbraucher geliefert.

 

Möchten Sie (biogenes) Flüssiggas als Alternative zur Wärmepumpe oder in Kombination damit nutzen? Dann nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf: per E-Mail an info@fluessiggas.de oder telefonisch unter 02151 – 917 3029.

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