Windräder und Solaranlagen, symbolisch für die Nutzung der Quellen von erneuerbaren Energien.

Erneuerbare Energie: die wichtigsten Quellen

Der Einsatz erneuerbarer Energien ist heute so verbreitet wie nie zuvor: In Deutschland beträgt ihr Anteil am Stromverbrauch inzwischen rund 46 Prozent, beim Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte sind es 15 Prozent. Um diese Topwerte zu erreichen – und künftig noch weiter zu steigern –, werden verschiedene Quellen genutzt:

Wind

Wind entsteht durch die unterschiedlich hohe Erwärmung von Luft durch die Sonne: Warme Luft steigt auf, kühle sinkt hinunter, wodurch Tief- und Hochdruckgebiete entstehen. Luft bewegt sich von Hoch- zu Tiefdruckgebieten, was zu Wind führt.
Durch die Nutzung von Windkraftanlagen lässt sich daraus Windenergie gewinnen. Diese werden in onshore (an Land) und offshore (vor der Küste) unterschieden. Hierzulande leistet Windenergie den größten Beitrag zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien; Ende 2020 erzeugten 29.608 Onshore- und 1.501 Offshore-Windkraftanlagen Strom für die Versorgung über das öffentliche Netz.
Aber auch für die autarke Versorgung von Gebäuden gibt es Lösungen: Kleinwindanlagen, die auf dem Dach oder im Garten installiert werden. Heute gibt es eine ganze Bandbreite an Modellen verschiedener Hersteller, die von der Kleinanlage mit einer Leistung bis 1,5 Kilowatt bis zur gewerbe- und industrietauglichen Ausführung mit bis zu 250 Kilowatt reichen.

Sonne

Sonnenenergie oder Solarenergie bezeichnet die Energie, die von der Sonne stammt und vom Menschen technisch genutzt werden kann. Durchschnittlich gelangen in Deutschland auf einen Quadratmeter Fläche auf ebenem Boden mehr als 1.000 Kilowattstunden Sonnenenergie pro Jahr. Zum Vergleich: Ein Vierpersonenhaushalt verbraucht jährlich in etwa 4.000 Kilowattstunden Strom und 20.000 Kilowattstunden Energie fürs Heizen und die Warmwasserbereitung ohne Zusatzenergien.
Anders als bei der Windenergie sind es bei der Solarenergie die privaten Haushalte, welche den größten Anteil an Energie nutzbar machen – mithilfe von mehr als 1,7 Millionen Photovoltaik- (zur Stromerzeugung) und sogar rund 2,4 Millionen Solarthermie-Anlagen (für Heizungsunterstützung und Trinkwassererwärmung). In Kombination mit Heiztechnologien, die mit fossilen Energieträgern oder Biomasse betrieben werden, sorgen Solarthermieanlagen für eine unterbrechungsfreie Versorgung mit Wärme.

Wasser

Wasserkraft bzw. Hydroenergie ist die Nutzung der kinetischen oder potenziellen Energie des Wassers. Bereits in vorindustrieller Zeit verwendet (z. B. für Mühlen sowie Säge- und Hammerwerke), wird sie heute in Deutschland hauptsächlich in Wasserkraftwerken zur Produktion von Strom genutzt.
In Deutschland war Wasserkraft bis zum Jahr 2004 die bedeutendste regenerative Energiequelle, bis sie von der Windenergie als Spitzenreiter abgelöst wurde. Heute ergänzen rund 7.300 Wasserkraftanlagen den Mix an erneuerbaren Energien und produzieren im Schnitt 24.500 Gigawattstunden Strom jährlich. Dadurch könnte der Bedarf von etwa 6,13 Millionen Vierpersonenhaushalten gedeckt werden.
Während die Technik zur Nutzung von Wind- und Sonnenenergie für einzelne Gebäude bereits weitverbreitet ist, sind Mini-Wasserkraftwerke die Ausnahme.

Erd- und Umweltwärme

Erdwärme (oder Geothermie) bezeichnet die Wärmeenergie, die unter der festen Erdoberfläche gespeichert ist. Hier unterscheidet man zwischen der oberflächennahen Erdwärme bzw. Umgebungswärme (Erdschichten in < 400 Metern Tiefe oder Grundwasser) und der Tiefengeothermie (Erdschichten in 400 bis 5.000 Metern Tiefe).
Oberflächennahe Geothermie kann genutzt werden, um einzelne Häuser mit Wärme (Heizung, Warmwasser) und Klimakälte zu versorgen. Im Zusammenspiel mit einer Wärmepumpe kann das bei größeren Neubauten wirtschaftlicher sein als der Einsatz konventioneller Heizungen. Auch Luftwärmepumpen können sich lohnen: Sie saugen per Ventilator Außenluft an, um die Umgebungswärme zum Heizen zu nutzen.
Der Anteil von Wärmepumpen insgesamt an den primären Energiequellen in neuen Wohnhäusern lag 2020 sogar bei 45,8 %. Eine deutliche Steigerung in den letzten Jahren – so betrug ihr Anteil 2015 noch 31,4 %.

Biomasse

Biomasse wird eingesetzt, um Bioenergie zu produzieren. Zu Biomassen zählen Energiepflanzen wie Raps und Mais sowie Reststoffe wie Stroh, Bioabfall oder Gülle. Biomasse kann fest, flüssig oder gasförmig sein – zum Beispiel in Form von Holz, Biodiesel, Biomethan und Bio-Flüssiggas.
Mit einem Anteil von etwa 85 Prozent an den erneuerbaren Energien zur Versorgung mit Wärme und Kälte nehmen Biomassen in Deutschland eine wichtige Rolle am Energiemarkt ein. Ein Wert, der künftig weiter steigen dürfte: So kann beispielsweise mit Bio-Flüssiggas die Nutzungspflicht für den Einsatz erneuerbarer Energien im Neubau nach Gebäudeenergiegesetz (GEG) erfüllt werden, ohne beispielsweise Solarenergie zu nutzen. Außerdem verursachen Biomassen weniger CO2 als fossile Energieträger. Ihre Verwendung kommt also der Umwelt zugute – und durch eine geringere CO2-Bepreisung auch dem Geldbeutel ihrer Anwender.

 

Erneuerbare Energien haben ihren Ursprung in unterschiedlichen Quellen und stehen zum Großteil quasi unbegrenzt zur Verfügung. Mehr über Bio-Flüssiggas erfahren Sie auch, indem Sie direkt Kontakt mit uns aufnehmen: per E-Mail an info@fluessiggas.de oder telefonisch unter 02151 – 742 985 60.

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