Haus aus grünen Bauklötzen, Thermostat eines Heizkörpers und Bauzeichnungen auf Holztisch, symbolisch für die Heizung mit erneuerbaren Energien.

Mit erneuerbaren Energien heizen: Optionen und Förderungen

Inzwischen gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, erneuerbare Energien (wie zum Beispiel Biomasse) zum Heizen zu nutzen – ausschließlich oder zusammen mit fossilen Energieträgern für eine kontinuierliche, umweltfreundliche Versorgung. Im Folgenden einige Beispiele:

Wärmepumpen

Wärmepumpen entziehen der Außenluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser Wärme und machen diese zum Heizen innerhalb eines Gebäudes nutzbar. Umgekehrt können sie auch hohe Raumtemperaturen absenken.

Am effizientesten arbeiten Wärmepumpen mit einer Heizungsvorlauftemperatur von unter 50 Grad. Deshalb sind sie vor allem im privaten Neubau sinnvoll, weil hier die Gebäudehülle energetisch gedämmt ist. Bei hohem Wärmebedarf (zum Beispiel bei Mehrfamilienhäusern oder im Gewerbebereich) und in der Modernisierung ist die Kombination mit Gas-Brennwerttechnik eine zuverlässige Variante. In der Modernisierung müssen neben der Heizung selbst auch oft Heizkörper und Dämmung angepasst werden, um eine Wärmepumpe wirtschaftlich zu betreiben.

Der Einbau effizienter Wärmepumpen wird in der Modernisierung sogar staatlich gefördert. Hier beträgt der Fördersatz 35 %, bei gleichzeitigem Ölkesseltausch 45 %. Im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans kommen weitere 5 % Förderung hinzu.

 

 

Gas-Brennwerttechnik

Bei der Gas-Brennwertheizung wird Wärme nach gleich zwei Prinzipien erzeugt bzw. genutzt: zum einen durch den Einsatz des Energieträgers, zum anderen, indem die im Abgas enthaltene Restwärme genutzt wird.

Aufgrund ihrer hohen Effizienz lohnt sich der Einbau einer modernen Gas-Brennwertheizung sowohl im Neubau als auch in Bestandsgebäuden, wenn der vorhandene Heizkessel älter als 15 Jahre ist. Dabei können erneuerbare Energien auf verschiedene Art eingebunden werden: So kann eine Gas-Brennwertheizung zum Beispiel durch weitere Techniken zur Nutzung erneuerbarer Energie clever kombiniert werden (zum Beispiel Solar oder Wärmepumpe). Wer zum Betrieb der Brennwertheizung Flüssiggas statt Erdgas nutzt, wird völlig netzunabhängig mit Wärme versorgt – mit der biogenen Variante BioLPG sogar noch klimafreundlicher. Außerdem erfüllt BioLPG im Neubau in Kombination mit einer Gas-Brennwerttherme bereits ab einem Bio-Anteil von 50 % die Vorgaben aus dem Gebäudeenergiegesetz (GEG). Eine zusätzliche Investition in Anlagen zur Nutzung von erneuerbaren Energien (zum Beispiel Solarthermie) ist dann nicht erforderlich.

Auf unserer Seite „Gas-Brennwerttechnik“ erfahren Sie mehr über die Technik und ihre Förderung.

Schematische Darstellung eines Flüssiggastanks, der mit „BioLPG“ beschriftet ist und eine Gas-Brennwerttherme versorgt.

 

Sowohl die Gas-Hybridheizung als auch die Gas-Brennwertheizung „Renewable ready“ – das heißt: kompatibel mit einer späteren Ergänzung durch Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien – werden gefördert. Einzelheiten dazu entnehmen Sie ebenso unserer Seite „Gas-Brennwerttechnik“.

 

Blockheizkraftwerke

Blockheizkraftwerke (BHKW) produzieren gleichzeitig Wärme und Strom. Das Prinzip: Ähnlich wie bei einem Auto wird bei einem BHKW mittels Öl oder Gas ein Motor angetrieben. Per Generator wird Strom erzeugt, der entweder selbst verwendet oder in das Stromnetz eingespeist werden kann. Gleichzeitig wird die Abwärme des Motors für die Heizung und die Warmwasserbereitung genutzt. Deshalb ist der Einsatz von BHKW vor allem dort wirtschaftlich sinnvoll, wo viel Strom und Wärme gebraucht wird (zur Orientierung: jährlich mehr als 50.000 kWh Wärme und 20.000 kWh Strom).

Wie bei der Gas-Brennwertheizung ist auch hier Flüssiggas der ideale Energieträger, wenn kein Anschluss an das Erdgasnetz besteht – entweder konventionelles oder in der biogenen Variante BioLPG, um noch mehr fürs Klima zu tun.

Im Neubau erfüllen BHKW die Anforderungen aus dem GEG, wenn zum Beispiel mindestens 30 % biogenes Flüssiggas als Energieträger eingesetzt wird – mehr darüber erfahren Sie auf unserer Seite „Gebäudeenergiegesetz in Kraft. Gefördert werden Blockheizkraftwerke auf gleich mehrere Arten, siehe dazu unsere Seite „BHKW-Förderung: Überblick 2021“.

 

Solarthermieanlagen

Solarthermieanlagen nutzen die Wärme aus dem Licht der Sonnenstrahlen zur Heizungsunterstützung und Trinkwassererwärmung.

Solarthermie lässt sich mit verschiedenen Heizungsarten und damit auch fossilen Energieträgern kombinieren, um eine witterungsunabhängig unterbrechungsfreie Versorgung sicherzustellen. Voraussetzung ist, dass eine ausreichend große, unbeschattete Dachfläche zur Verfügung steht, die idealerweise nach Süden ausgerichtet und um 45 Grad geneigt ist.

Einen Überblick über die Förderungen bietet die aktuelle Förderübersicht Solar des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

 

Es gibt viele Optionen, erneuerbare Energien für die Heizung zu nutzen. Ob der Energiebedarf sinnvoll allein mit erneuerbaren Energien gedeckt werden kann, hängt sehr stark von der Effizienz bzw. Dämmung des Gebäudes ab, ob es sich um einen Neubau oder ein Bestandsgebäude handelt, dem Wärmebedarf (Ein- oder Mehrfamilienhaus, private vs. gewerbliche Nutzung) und von weiteren Faktoren ab. Insbesondere bei hohem Wärmebedarf oder in der Modernisierung von Bestandsgebäuden kann die Kombination von bewährter Gas-Brennwerttechnik und erneuerbaren Energien die bessere Option sein – netzunabhängig mit Flüssiggas und besonders umweltfreundlich mit BioLPG.

 

Möchten Sie mehr über Bio-Flüssiggas oder die Kombination von erneuerbaren Energien mit konventionellem Flüssiggas erfahren? Dann nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf: per E-Mail an info@fluessiggas.de oder telefonisch unter 02151 – 742 985 60.

 

 

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