Symbolbild für das Recycling von Flüssiggastanks: Mann, über dessen Hand ein Recycling-Symbol schwebt.

Flüssiggastank entsorgen: Ablauf und aktuelle Kosten

Zur netzunabhängigen Versorgung eines Gebäudes mit Flüssiggas gehört ein fest installierter Tank direkt vor Ort. Irgendwann jedoch muss der Flüssiggastank entsorgt oder demontiert werden: Spätestens, wenn er nach einem Defekt nicht mehr repariert werden kann, der Energiebedarf wegfällt oder der Nutzer zu einem anderen Energieträger wechselt. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, welche Kosten dabei auf den Besitzer zukommen – und wie er sie am besten umgehen kann.

Erst Stilllegung, dann Entsorgung

Bevor ein Flüssiggastank entsorgt werden kann, muss er erst stillgelegt werden. Dazu beauftragt der Besitzer des Tanks eine Fachfirma. Die Herausforderungen dabei: eine geeignete Firma zu finden, die diese Leistung anbietet, und ein akzeptables Angebot einzuholen, da hier oft nach Stunden abgerechnet wird.

Wenn es sich um einen unterirdischen Flüssiggastank handelt, legt die Fachfirma diesen zunächst frei (falls der Besitzer das nicht selbst leistet, um Kosten zu sparen). Die Experten trennen den Flüssiggastank von der Rohrleitung, die ins Haus führt, und saugen das restliche Flüssiggas ab. Auch nach der Tankabsaugung befinden sich immer noch Gasreste im Flüssiggastank, die aus dem Tank entfernt werden müssen. Die Fachfirma bescheinigt anschließend per Gasmessung die Gasfreiheit. Zuletzt werden die Armaturen abmontiert, damit der Tank nicht noch einmal befüllt werden kann.

 

Wichtig dabei: Hat der Nutzer den Flüssiggastank gekauft, muss er das vor der Stilllegung gegenüber der Fachfirma nachweisen. Außerdem interessant: Stillgelegte Flüssiggastanks können im Prinzip stehen bleiben und dürfen sogar als Speicher für Regenwasser weiter genutzt werden. Vor den Schneid- und Schweißarbeiten, die dafür erforderlich sind, muss der Tank allerdings noch einmal auf eventuell vorhandene Gasreste geprüft werden.

 

In der Regel können die Experten, die den Tank stilllegen, diesen auch abholen und entsorgen. Dabei gibt es jedoch Unterschiede im Leistungsumfang und in der Vorgehensweise: So holen einige Firmen kleinere Flüssiggastanks mithilfe eines Krans ab; andere wiederum zerlegen den Flüssiggastank direkt vor Ort beim Kunden, um den Abtransport einfacher zu gestalten. Ziel sollte in allen Fällen die vorschriftsgemäße Entsorgung des Tanks sein.

 

Kosten für Stilllegung und Flüssiggastank-Entsorgung

Grundsätzlich ist die Höhe der Kosten, mit denen der Besitzer eines Flüssiggastanks für die Stilllegung und Entsorgung rechnen muss, abhängig vor allem von:

  • Flüssiggastank-Größe (je größer, desto mehr Aufwand)
  • Aufstellungsart (bei unterirdischen Flüssiggastanks zusätzlich Erdarbeiten)
  • Aufstellungsort (nah an der Straße, ohne Mauer o. Ä. ideal)

 

Die Absaugung des Flüssiggases ca. 200 bis 300 Euro, sofern der Energieträger bis zum Abtransport nicht vollständig verbraucht wurde; die Abholung selbst kann etwa 200 bis 500 Euro kosten. Mit diesen und weiteren Einzelleistungen ergibt sich ein Kostenrahmen von rund 400 bis 1.500 Euro für Stilllegung oder Abtransport – eine grobe Schätzung zur ersten Orientierung, die erst durch das Angebot einer Fachfirma konkret wird.

Bei der Stilllegung und dem Abtransport eines Flüssiggastanks handelt es sich also um erheblichen Aufwand, der mit entsprechenden Kosten verbunden ist. Das ist auch der Grund, warum die meisten Flüssiggasanbieter einen alten gekauften Tank nicht ohne Weiteres mitnehmen, um ihrerseits einen neuen aufzustellen.

 

Miettanks machen die Flüssiggastank-Entsorgung leichter

Bisher haben wir die Stilllegung sowie die Entsorgung inklusive Absaugung und Abholung eines Flüssiggastanks beschrieben, der vom Nutzer gekauft wurde. Bei einem gemieteten Tank ist es so, dass der Anbieter diesen nach Kündigung durch den Kunden wieder zurücknimmt – inklusive Koordination der erforderlichen Arbeiten aus einer Hand. Damit nimmt der Versorger dem Kunden viel Aufwand ab und spart ihm Zeit. Darüber hinaus gibt er ihm ein hohes Maß an Planungssicherheit: Da der Kunde nur die Kosten für die Absaugung und die Abholung, aber nicht für die eigentliche Entsorgung trägt, hat er jederzeit den Überblick über die zu erwartende Summe.

Auch bei der Installation eines neuen Tanks, der regelmäßigen Flüssiggastank-Prüfung und bei weiteren Fragen, welche die Versorgung mit Flüssiggas betreffen, haben Kunden mit Miettank in der Regel Vorteile gegenüber Flüssiggasnutzern, die ihren Tank gekauft haben. Eine Übersicht geben wir Ihnen auf unserer Seite Flüssiggastank mieten / Flüssiggastank kaufen.

 

Kunden eines Flüssiggasversorgers, der Tanks zur Miete zur Verfügung stellt und ganzheitlichen Service bietet, haben es auch bei der Entsorgung ihres Flüssiggastanks einfacher: Oft koordiniert der Anbieter die Absaugung und Abholung des gemieteten Flüssiggastanks und nimmt dem Nutzer eine große Herausforderung rund um seine Energieversorgung ab.

Möchten Sie noch mehr über die Entsorgung von Flüssiggastanks erfahren oder zu einem großen Flüssiggasversorger wechseln, der Tanks in einem vorteilhaften Mietmodell anbietet? Dann nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf: per E-Mail an info@fluessiggas.de oder telefonisch unter 02151 – 742 985 60.

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