Austausch Ölheizung: Heizungsbauer mit Schraubenschlüssel vor einem Heizkörper.

Förderung bei Austausch Ölheizung: aktueller Überblick

Zu teuer, zu umweltbelastend, zu unsicher: Es gibt viele gute Gründe, bei der Modernisierung einer alten Ölheizung gleich zu einer Lösung mit einem vorteilhafteren Energieträger zu wechseln. Das wird in vielen Fällen gefördert – sowohl vom Bund als auch von den Ländern und Kommunen. Nachfolgend ein Überblick über die aktuellen Förderoptionen.

Warum lohnt sich der Austausch einer Ölheizung?

In der Regel bietet der Wechsel von einer alten Ölheizung zu moderner Heiztechnik, die mit einem anderen Energieträger betrieben wird, gleich mehrere Vorteile. Beispiel Flüssiggas, das ebenso wie Heizöl per Tankwagen zum Kunden geliefert und somit netzunabhängig genutzt wird:

Niedrigere Kosten

Im Gegensatz zu anderen netzunabhängigen Lösungen sind die Investitionskosten bei Flüssiggas häufig geringer. Zudem können die Heiz- bzw. Energiekosten dank moderner Gas-Brennwerttechnik deutlich gesenkt werden – und zwar um bis zu 30 % beim Wechsel von einer alten Ölheizung. Mit einem Flüssiggas-BHKW (Blockheizkraftwerk) sind sogar bis zu 50 % Einsparung drin. Außerdem ist Flüssiggas wegen seiner geringen Emissionen deutlich weniger von der CO2-Bepreisung betroffen als Heizöl. Wie hoch die CO2-Bepreisung für eine bestimmte Menge Flüssiggas ist, können Sie ganz einfach mit unserem CO2-Kostenrechner ermitteln.

Mehr Wohnkomfort

Der Öltank befindet sich üblicherweise im Keller eines Hauses. Ein Flüssiggastank dagegen wird in den meisten Fällen außerhalb des Gebäudes installiert – das geht auch unterirdisch. Dadurch wird zusätzlicher Raum frei. Auch auf den typischen unangenehmen Ölgeruch kann dann verzichtet werden.

Geringere Emissionen

Wenn Flüssiggas eingesetzt wird, wird deutlich weniger CO2 freigesetzt als durch Öl. Außerdem entstehen kaum Ruß oder Asche und fast kein Feinstaub. Nachfolgend die Staub-Emissionen verschiedener Heizsysteme im Vergleich:

 

Diagramm: Vergleich der Staub-Emissionen verschiedener Heizsysteme (Pelletkessel, Pelletkaminofen, Hackschnitzelkessel, Scheitholzkessel, Scheitholzkaminofen, Luftwärmepumpe, Erdgaskessel, Heizölkessel und Fernwärme).

 

Keine Wassergefährdung

Flüssiggas ist nicht wassergefährdend und darf in Wasserschutzgebieten und hochwassergefährdeten Regionen genutzt werden, was bei Heizöl nur eingeschränkt möglich ist. Unter welchen Voraussetzungen das erlaubt ist, erfahren Sie auf unserer Seite Alternative zur Ölheizung.

Höhere Zukunftsfähigkeit

Der Einbau neuer Ölheizungen wird ab dem Jahr 2026 nur noch in Ausnahmefällen möglich sein. Welche das sind, erfahren Sie auf unserer Seite Ölheizungen verboten? Bereits jetzt wird die Modernisierung einer Ölheizung allein nicht mehr gefördert.

Auf unserer Seite Heizen mit Flüssiggas stellen wir Ihnen noch weitere Vorteile von Flüssiggas vor.

Optionen zur Förderung beim Austausch der Ölheizung

Förderprogramme für Heizungsmodernisierungen gibt es auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene. Nachfolgend ein Überblick über einige aktuell angebotene Optionen:

Förderung auf Bundesebene

Auf Bundesebene wird der Austausch einer Ölheizung durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert: Diese sieht unter anderem einen Fördersatz von zusätzlich 10 % beim Austausch einer alten Ölheizung beispielsweise gegen eine Gas-Hybridanlage vor (auch „Öl-Austauschprämie“ bzw. „Öl-Abwrackprämie“ genannt). In einer Förderübersicht hat das BAFA sämtliche aktuellen Förderoptionen zusammengestellt.

Vorteil Gas-Hybridanlage: Durch die Kombination einer Brennwertheizung mit einer oder mehreren Technologie-Komponenten zur thermischen Nutzung erneuerbarer Energien (z. B. Solar- oder Wärmepumpenanlage) können die Energiekosten nachhaltig gesenkt werden. Außerdem ist bei dieser Austauschoption sogar die Entsorgung des Öltanks förderfähig.

Steuerliche Abschreibung

Alternative zur Bundesförderung: Wenn die Baumaßnahmen schon begonnen haben, können die Kosten dafür von der Steuer abgesetzt werden. Die Einzelheiten dazu hat das Bundesfinanzministerium zusammengefasst: Kurz erklärt: Steuerliche Förderung energetischer Gebäudesanierungen. Grundlage für die Steuerermäßigung ist das Einkommensteuergesetz (EStG) § 35c.

Förderservice und Herstellerbonus

Einige Flüssiggasversorger ermitteln gemeinsam mit ihren Kunden, welche Förderung zum jeweiligen Projekt passt. Manche arbeiten auch direkt mit den Herstellern von Heizanlagen zusammen und bieten bei Anschaffung einer neuen Heizungsanlage attraktive Partnerboni.

Förderung auf Länderebene

Einige Bundesländer bieten bzw. boten bereits zusätzlich eigene Förderungen zur Modernisierung von (Öl-)Heizungen. Ein aktuelles Beispiel dafür ist das Förderprogramm HeiztauschPLUS in Berlin.

Der Wechsel von einer alten Ölheizung zu einer modernen Technologie mit Flüssiggas lohnt sich. Je nach Modernisierungsmaßnahme sowie Ort und Zeitpunkt ihrer Umsetzung können dafür unterschiedliche Förderprogramme infrage kommen. Es empfiehlt sich, die relevanten Optionen von einem Profi ermitteln zu lassen, wie es einige Flüssiggasversorger tun – am besten schon mehrere Monate vor der gewünschten Realisierung.

Möchten Sie von Öl zu Flüssiggas wechseln und erfahren, welche Förderprogrammen dafür konkret genutzt werden können? Dann melden Sie sich gern bei uns: per E-Mail an info@fluessiggas.de oder telefonisch unter 02151 – 917 3029.

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