Durchfahrt-verboten-Schild und Schild mit der Aufschrift „Hochwasser“ vor überschwemmtem Flussufer.

Heizung im Hochwassergebiet: sicherer mit Flüssiggas

Beim Heizen machen sich die meisten Nutzer vorrangig Gedanken über niedrige Kosten und eine gute Umweltbilanz. Gerade in Hochwasserschutzgebieten sollte allerdings die Sicherheit der Hauptgrund sein, der für oder gegen eine Heizlösung spricht; auch weil der Klimawandel immer mehr Wetterextreme wie Starkregen und damit verbunden Überschwemmungen mit sich bringt. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, warum eine Heizung mit Flüssiggas deutlich sicherer ist als ölbetriebene Anlagen.

Flüssiggas: überall vorteilhaft

Flüssiggas ist umweltschonend und effizient – gerade beim Einsatz in modernen Heiztechnologien wie Gas-Brennwerttechnik. Außerdem ist es nicht wassergefährdend: Bei einem möglichen Austritt aus dem Flüssiggastank verdampft es rückstandslos und darf deshalb sogar auch in Wasserschutzgebieten genutzt werden. Mehr Eigenschaften und Vorteile des Energieträgers haben wir Ihnen auf unserer Seite Flüssiggas zusammengestellt.

Demgegenüber kann bereits ein Tropfen Heizöl etwa 1.000 Liter Wasser verschmutzen – ein hohes Risiko im Fall einer Überschwemmung. Nicht nur deshalb dürfen Ölheizungen nur noch unter strengsten Auflagen in hochwassergefährdeten Gebieten eingesetzt werden. Welche das sind, lesen Sie auf unserer Seite Ölheizungen verboten?

Die Anlagen, die zur Lagerung und zum Einsatz von Flüssiggas nötig sind, werden grundsätzlich auf einen sicheren Umgang mit dem Energieträger ausgelegt. Details dazu erfahren Sie auf unseren Seiten Flüssiggastank-Vorschriften. Darüber hinaus unterliegen sie Prüfungen, die vor der ersten Inbetriebnahme sowie danach regelmäßig durchgeführt werden müssen – für höchstmögliche Sicherheit.

 

Spezielle Installationen für die Heizung – auch bei Hochwasser

Der übliche Flüssiggastank bietet mit einfach umsetzbaren Lösungen wie einer Klappsicherung ausreichenden Schutz beispielsweise gegen einen Auftrieb

  • nach Starkregen und
  • bei häufig auftretendem Oberflächenwasser sowie
  • hohem Grundwasser.

 

Nachfolgend eine Darstellung eines unterirdisch installierten Flüssiggastank mit ausklappbarer Auftriebssicherung (rechts):

 

Modell eines unterirdisch installierten Flüssiggastanks in Seitenansicht und in Frontansicht mit ausklappbarer Auftriebssicherung.

In ausgewiesenen Überschwemmungsgebieten werden Flüssiggastanks mit einer speziellen Auftriebssicherung installiert, damit sie auch bei Hochwasser an Ort und Stelle verbleiben und nicht weggeschwemmt werden. Die Ausführung dieser Sicherung ist auf die Aufstellungsart des Behälters (oberirdisch oder unterirdisch) und die Flüssiggastank-Größe zugeschnitten ist:

 

Oberirdischer Flüssiggastank

Für Tanks mit 1,2 Tonnen Nenn-Füllgewicht wird ein massives Fundament angelegt, das sowohl einer Unter- als auch Fortspülung standhält; bei größeren Flüssiggastanks können zwei Fundamente errichtet werden, auf denen die Behälterfüße stehen. Bei beiden Varianten wird der Tank fest mit dem/den Fundament/-en verankert. Ein Schutzkorb um die Armaturen sichert ihn vor Beschädigung durch Treibgut.

 

Unterirdischer Flüssiggastank

Hier verhindert in der Regel eine Betonplatte, die mithilfe von Edelstahlbändern mit dem Flüssiggastank verbunden ist, einen Auftrieb im Fall eines Hochwassers. Möglich ist außerdem die Installation eines erdgedeckten Flüssiggastanks mit wasserdichtem Domschacht.

 

Hier sehen Sie eine schematische Darstellung der hochwasserangepassten Aufstellung von Flüssiggastanks:

 

Schematische Darstellung: Maßnahmen zur Hochwassersicherheit eines oberirdischen und eines unterirdischen Flüssiggastanks.

Hochwassersicherheit – auch eine Frage des Flüssiggasversorgers

Bei der Wahl des Flüssiggasanbieters sollten Sie darauf achten, ob er die Flüssiggastanks mit den beschriebenen Sicherheitsmaßnahmen anbietet – inklusive gewissenhafter Umsetzung. Ein guter Versorger übernimmt außerdem den Genehmigungsprozess nach § 78 Wasserhaushaltsgesetz und dokumentiert gegenüber den beteiligten Versicherungsunternehmen, dass die relevanten Auflagen eingehalten wurden.

 

Infolge des Klimawandels sollten sich Heizungsnutzer in allen Regionen Deutschlands Gedanken über die entsprechende Eignung bzw. die Schutzmaßnahmen rund um den Energieträger machen. Flüssiggas ist hier eine gute Lösung: netzunabhängig wie Heizöl, aber deutlich sicherer.

 

Wenn sie mehr über den vorteilhaften Energieträger erfahren oder zu einer flüssiggasbetriebenen Heizung wechseln möchten, nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf. Wir unterstützen Sie auch, wenn Sie akut von Hochwasser betroffen sind und schnell eine neue Heizlösung brauchen: per E-Mail an info@fluessiggas.de oder telefonisch unter 02151 – 742 985 60.

Verwandte Themenbereiche